Nicht Wissensvermittlung ist die primäre Aufgabe der Waldorfschule, sondern die Begeisterung für selbstständiges und angeleitetes Lernen zu erhalten und zu entwickeln.
Stattdessen leisten die Schüler und Schülerinnen im öffentlichen Eurythmieabschluss der 12. Klasse, mit ihrer individuellen Jahresarbeit zu einem selbst gewählten Thema sowie gemeinsam mit ihrer Klasse in einem Theaterspiel ihren eigenen Beitrag. So stellt jeder von ihnen gemeinsam mit anderen in einem künstlerischen, handwerklichen, intellektuellen und insbesondere sozialen Prozess eine Realität und eine Person dar, die er selbst sein kann, aber nicht sein muss – eine Möglichkeit zu sich selbst.
Auch dies stellt eine Prüfung dar, nur:
Niemand wird dabei mit anderen nach einem von außen angelegten Maßstab verglichen, der Maßstab für jeden Einzelnen kommt aus ihm selbst.
Die Leistung entsteht aus Begeisterung für die Sache.
Im Falle des Theaterspiels oder des Eurythmieabschlusses ist die Sache schön und damit zweckfrei, sie dient nur sich selbst.