In der 9. Klasse stehen die Anatomie und Funktion der Sinnesorgane sowie die damit zusammenhängenden Bereiche des Nervensystems im Mittelpunkt. Über die Beobachtung kausaler physikalischer Zusammenhänge werden die lebendigen Fähigkeiten des Auges nachvollziehbar gemacht. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dabei die Möglichkeit, eigene Sinneswahrnehmungen bewusst zu beobachten und auf ihre Subjektivität hin zu prüfen. Auf diese Weise wird ein Raum eröffnet, in dem eine bewusste Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit heranreifen kann – gerade in einem Lebensalter, in dem vieles noch im Wandel begriffen ist.
In der 10. Klasse widmet sich die Biologie-Epoche den inneren Organen und damit dem Flüssigen.
In der 11. Klasse beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Vorgängen, die sich im Kleinen abspielen. Die Biologie-Epoche behandelt die Zelle sowie die Grundlagen der Genetik. Eine weitere Epoche befasst sich mit der molekularen Genetik und der Gentechnologie. In diesen Epochen wird den Schülerinnen und Schülern ein hohes Abstraktionsvermögen in Bezug auf Vorgänge abverlangt, die nicht mehr mit bloßem Auge sichtbar sind. Die Biologie-Epoche findet dabei in englischer Sprache statt. Zudem müssen die Schülerinnen und Schüler die Inhalte ohne die Hilfe eines Schulbuches erfassen und in einem Epochenheft umsetzen.
In der 12. Klasse werden Evolutionstheorien diskutiert. Beschrieben wird der Artenreichtum von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Einzellern. Erörtert werden die Mechanismen, die zu der beobachteten Vielfalt führen. Über die Betrachtung des mannigfaltigen Lebendigen werden Zusammenhänge sichtbar, die das Verständnis für evolutionäre Prozesse vertiefen.