Ein wesentlicher Inhalt des Chemieunterrichts in der 9. Klasse ist die Verwandlung des Kohlenstoffs vom Zucker über den Alkohol zu Äther und Essig. Besonders wichtig sind dabei der Alkohol, die alkoholische Gärung und die nachfolgende Destillation – ein Vorgang, der regelmäßig auf großes Interesse der Schülerinnen und Schüler trifft und in seinem Grundzug dem „gärenden“ Innenleben der sich noch in der Pubertät befindlichen Fünfzehnjährigen entspricht.
In der 10. Klasse befasst sich der Unterricht mit den Salzen, dem Trockenen und Gestaltgebenden, ihrem Aufbau und ihrer Zerstörung. Der Unterricht findet hier in Form eines Praktikums mit anschließender theoretischer Aufarbeitung statt.
In der 11. Klasse werden Modellvorstellungen über Materie und ihre Wechselwirkungen, also Reaktionstypen, erarbeitet und anschließend in der organischen Chemie angewendet. Eine weitere Epoche befasst sich mit der Biochemie. In diesen Epochen wird den Schülerinnen und Schülern ein hohes Abstraktionsvermögen in Bezug auf Vorgänge abverlangt, die nicht mehr mit bloßem Auge sichtbar sind.
Ein weiterer Schwerpunkt der 11. Klasse ist das chemische Praktikum. Dabei erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass die vertraute Welt bei genauer und phantasievoller Betrachtung Fragen aufwirft und zum Nachdenken anregt, was das eigene Verhältnis zu ihr neu definiert. Sie lernen methodische Ansätze zur Versuchsplanung, Durchführung und Ergebnisanalyse kennen, entwickeln eigene Fragestellungen, stellen ihre Versuchspläne vor, führen ihre Versuche durch, werten diese aus und präsentieren ihre Ergebnisse in mündlicher und schriftlicher Form.